Schwer beeindruckt waren die 25 Teilnehmer der auf das Spezialgebiet ‚Schwerindustrie’ zugeschnittenen KAIZEN-Benchmarktour in Österreich. Ziel waren zwei herausragende Unternehmen der österreichischen Schwerindustrie, bei denen der KVP/KAIZEN-Prozess in vorbildlicher Weise vorangetrieben wird.
Bevor es an den Ort des Geschehens (jap. Gemba) ging, gab es einführende Expertenvorträge im Hotel Friesacher Hof in Salzburg. Trainer des KAIZEN Institutes machten die Interessenten mit den verschiedenen Aspekten von KAIZEN vertraut:
Udo Reimer erläuterte das KAIZEN Management System und stellte dar, wie man KAIZEN erfolgreich in 12 Schritten einführen und umsetzen kann. Manfred Pfeiffer referierte über sein Spezialgebiet ‚Total Flow Management’. Auf großes Interesse stießen seine Anregungen, wie man systematisch Durchlaufzeiten und Bestände reduziert. Da auch die Schwerindustrie nicht ohne Administration auskommt, erklärte Felicitas Kell, Expertin für Total Service Management (KAIZEN im Office), die Methoden zur Steigerung der Effizienz von Büroabläufen.
Nach der Einführung waren die Teilnehmer schon sehr neugierig auf die praktische Umsetzung. Erste Station an ‚Gemba’ waren die Eisenwerke Sulzau-Werfen in Tenneck/Werfen. Dort werden 20 bis 60 Tonnen schwere Walzen für die Stahlindustrie gegossen und danach auf schweren Dreh- und Schleifmaschinen weiterbearbeitet. Am Abend wurden die ersten Eindrücke beim Heurigen diskutiert. Am nächsten Tag öffnete die AMAG rolling GmbH Ranshofen ihre Pforten zur Besichtigung der
Aluminiumgießerei und des Walzwerks in Ranshofen. Dort war zu sehen, wie in der Gießerei große ALU-Barren gegossen und anschließend im Walzwerk zu Platten, Bleche und Bänder weiterverarbeitet werden.
Bei beiden Unternehmen wird großer Wert auf Schulung und Training der Mitarbeiter gelegt. Permanente Verbesserungsworkshops und das Einbinden der Menschen in den Prozess wirken motivierend und fördern den Willen, weitere Verbesserungen zu generieren.
Die Besucher waren erstaunt und begeistert darüber, welche Effizienzsteigerungen durch KAIZEN-Methoden erzielt wurden und dass solche Leistungen und der hohe Grad an Sauberkeit in der Schwerindustrie überhaupt möglich sind.
Diese Tour war nach Ankündigung direkt ausgebucht. Aufgrund der großen Nachfrage findet eine Wiederholung im April 2008 statt. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.